12. Mrz 2021

Willst Du ein „Dream-Team“? Dann sorge für eine gute Feedback-Kultur!

Dein Team soll gute Arbeitsergebnisse abliefern im Rahmen einer offenen, wertschätzenden Zusammenarbeit? Damit dies funktioniert, braucht es eine funktionierende Feedback-Kultur. Ein konstruktiver Umgang mit Kritik macht den Weg frei für neue Ideen und neues Denken, sodass die besten Lösungen gefunden und die besten Entscheidungen getroffen werden können.

Für eine solche Feedback-Kultur muss allen klar sein, dass es genau darum geht: die bestmöglichen Lösungen zu suchen und entsprechende Entscheidungen im Team zu treffen – und um diese zu finden, müssen auch kritische Stimmen geäußert werden dürfen und gehört werden!

Fordere Deine Mitarbeitenden dazu auf, wenn sie eine abweichende Meinung haben, diese mit stichhaltigen Argumenten darzulegen. Bedenke dabei aber auch, dass es in einem Team nur dann starke Mitarbeitende gibt, wenn es auch eine starke Führungskraft gibt, die mit Widerspruch umgehen kann! Schaffe also sehr bewusst ein Umfeld, in dem Deine Mitarbeitenden mündige Menschen sind und auch so behandelt werden.

Menschen, die nachdenken, hinterfragen, eine eigene Meinung haben und selbst auch bereit sind, es auszuhalten, wenn ihre eigene Meinung hinterfragt wird. Ein Umfeld, in dem auf Augenhöhe miteinander kommuniziert wird und in dem die beste Idee zählt, egal wer sie geäußert hat! In dieser Weise förderst Du die Lernbereitschaft und die Kommunikationsfähigkeit des Einzelnen und des ganzen Teams.

Wie funktioniert Feedback im Team?

Das Geben von Feedback ist eine Mitteilung an eine Person, die diese Person darüber informiert, wie ihr Verhalten von mir wahrgenommen, verstanden und erlebt wird. Diese Mitteilung regt beim Empfänger des Feedbacks einen Denkprozess an, der eine mögliche Verhaltensänderung nach sich ziehen kann.

Es ist wünschenswert, dass sich nach einer Anfangsperiode mit klar strukturierten Feedback-Gesprächen (formale Feedback-Regeln) im Team der Feedback-Vorgang auf eine freie, eigene Weise entfalten kann. So findet sich dafür mehr Akzeptanz.

Folgende Qualitäten sollte das Feedback jedoch immer aufweisen:

  • Beschreibend: indem die eigenen Reaktionen auf ein bestimmtes Verhalten beschrieben werden, wird es dem Empfänger selbst überlassen, wie diese Information verwendet wird. Es finden keine Bewertungen und Interpretationen des beschriebenen Verhaltens statt.
  • Konkret: ein ganz bestimmtes, konkretes Verhalten wird beschrieben, keine allgemeinen Beschreibungen oder Anmerkungen zu Charaktereigenschaften des Feedback-Empfängers.
  • Angemessen: es geht nicht darum, nur auf die eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu schauen, sondern auch um die Berücksichtigung der Bedürfnisse der anderen Person, der wir diese Informationen geben wollen.
  • Brauchbar: das Feedback muss sich auf Verhaltensweisen beziehen, die der Empfänger zu ändern fähig ist.
  • Erbeten: nicht aufgezwungen! Es setzt die Frage voraus, ob der Empfänger bereit ist für eine Rückmeldung.
  • Zur rechten Zeit: Feedback ist umso wirksamer, je kürzer die Zeit ist, zwischen dem betreffenden Verhalten und der Rückmeldung über die Wirkung dieses Verhaltens. Allerdings sollte auch der Rahmen stimmen (Umfeld, eigenes Befinden, Zeitpunkt…)

Ob das Feedback seinen Sinn erfüllt, hängt immer auch von der Offenheit des Empfängers dafür ab. Daher solltest Du als Vorbild auf Deine Mitarbeitenden einwirken, sodass sie lernen und bereit sind, sich das Feedback offen anzuhören, ohne sich zu verteidigen oder zu einem Gegenangriff überzugehen.

Bei Verständnisschwierigkeiten klärende Fragen stellen, statt das Gehörte nach eigenem Ermessen zu interpretieren. Sich für die erhaltene Rückmeldung bedanken, darüber nachdenken und in geeigneter Form zurückgeben, was das Feedback bei Dir ausgelöst hat.

Die Wirkung von Feedback hängt maßgeblich davon ab, wie viel Vertrauen zwischen den betroffenen Personen und im Team herrscht.

Es braucht Vertrauen, wenn ich mich öffne und über meine Wahrnehmungen, Gedanken und Gefühle spreche, denn dadurch mache ich mich sichtbar und verletzlich. Wenn alle Teammitglieder zunehmend bereit sind, in der beschriebenen Weise miteinander zu kommunizieren, wachsen die Möglichkeiten des voneinander Lernens in erheblichem Maße: positive Verhaltensweisen werden anerkannt und damit gefördert. Andere Verhaltensweisen, die dem Betreffenden selbst und der Gruppe nicht weiterhelfen, werden hingegen korrigiert. Die Beziehungen zwischen den Teammitgliedern werden geklärt. Feedback ermöglicht damit ein besseres gegenseitiges Verständnis und vermeidet ernsthafte Konflikte im Team.

Und damit ist die Basis gelegt für ein echtes Dream-Team!


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